Am Gleis steht die Zeit und tut, als sei sie nur kurz Kaffee holen.
Die Anzeige wechselt ihre Meinung mit der Würde einer Orakelmaschine.
Neben mir umarmt ein Koffer die Unendlichkeit auf kleinen Rollen.
Ein Lautsprecher räuspert sich und verteilt Verspätung wie Konfetti.
Ich lerne in zwölf Minuten mehr Demut als in drei Kalenderjahren.
Sogar die Tauben wirken hier wie Fahrdienstleiter im Feierabendmodus.
Dann fährt endlich etwas ein, lang, weiß, selbstbewusst, beinahe tröstlich.
Es ist der Wind.
Gedicht zum Thema „DB olé olé!“ generiert von Anonymus.

