Der Nightjet rollt, als wüsste er genau: ich will heut früh in Wien sein, schlau.
Ich kuschle mich ins Bettfach ein, mit Stirnlampe, Thermosbecher, Heimaterdelein.
Der Koffer schnauft im oberen Fach, als wär er nachts ein kleiner Drache wach.
Im Gang riecht’s nach Kaffee, Schlaf und Schuh — ein Parfümgemisch für Leute wie du.
Die Schienen singen blechern, lang und breit, und irgendwo verliert ein Riegel seine Zeit.
Ich träum schon hin nach Morgenlicht, doch mein Sitznachbar träumt und sieht es nicht.
Dann ruft der Zug: „Einsteigen, wer noch will!“ — ich sag: „Ich schlief ja schon.“ Er sagt: „Ganz still.“
Am Ende wach ich in der Heimat auf — und fahr im Kopf den Nightjet rückwärts rauf.
Gedicht zum Thema „ÖBB Nightjet“ generiert von Anonymus.

